Wenige Stunden nach einem Treffen mit Donald Trump sagt Mark Rutte, dass die Beziehungen zu Russland nach dem Ende des Ukrainekrieges normalisiert werden sollten. Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat sich für eine Normalisierung der westlich-russischen Beziehungen ausgesprochen, wenn der Krieg in der Ukraine beendet werden sollte. Am Donnerstagabend hatte sich der Nato-Chef mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus getroffen. Unter anderem haben sie über die laufenden Verhandlungen der US-Administration mit Russland als auch mit der Ukraine gesprochen.
NATO Secretary General Mark Rutte said relations with Russia should eventually be normalized once the fighting ends in Ukraine, “but we are absolutely not there yet, we have to maintain the pressure on them" https://t.co/Kfy6tJMNb7 pic.twitter.com/5KJ8kS3Zy3
— Bloomberg TV (@BloombergTV) March 14, 2025
„Es ist normal, dass Europa, wenn der Krieg zu Ende ist, Schritt für Schritt und auch die USA, Schritt für Schritt, normale Beziehungen zu Russland wiederherstellen“, sagte Rutte in einem Interview mit Bloomberg TV am Freitag. „Aber so weit sind wir noch lange nicht, wir müssen den Druck aufrechterhalten, damit Russland die Verhandlungen ernst nimmt“, fügte er hinzu.
Nach seinem Treffen mit Trump am Vortag hatte Rutte vor Journalisten den US-Präsidenten dafür gelobt, dass er die „Sackgasse“ in der Ukraine durchbrochen und einen Dialog sowohl mit Kiew als auch mit Moskau aufgenommen habe. Trump hatte sich seinerseits mit ersten Gesprächen einer amerikanischen Delegation in Moskau zum Ukrainekrieg zufrieden geäußert. „Wir hören, dass es okay läuft in Russland“, sagte Trump zu den Verhandlungen über eine Waffenruhe. Das bedeute aber noch nichts, solange kein endgültiges Ergebnis vorliege, ergänzte Trump neben Rutte.
Der Nato-Generalsekretär, der oft als „Trump-Flüsterer“ bezeichnet wird, hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach dem sogenannten Eklat im Weißen Haus aufgefordert, Schritte zu unternehmen, um die Beziehungen zur Trump-Administration wiederherzustellen. Die Ukraine hatte zuvor ihre Aufnahme in das Verteidigungsbündnis als Sicherheitsgarantie gegen eine künftige russische Aggression festgelegt. Auf die Frage in dem Bloomberg-Interview, ob Trump einen ukrainischen Nato-Beitritt wirklich vom Tisch genommen habe, nickte Rutte zustimmend und antwortete mit „Ja“. Als die Journalistin darauf bestand, dass die Ukraine wissen müsse, welche Sicherheitsgarantien sie vor einem Friedensabkommen erhalten werde, antwortete Rutte: „Es gibt viele Möglichkeiten, das zu tun“, fügte aber hinzu, dass eine Beteiligung der Nato „schwierig“ wäre.
bloomberg
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